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Mit der offiziellen Eröffnung des neuen Generationengartens verfügt Ripsdorf über einen besonderen Ort der Begegnung, der Menschen aller Altersgruppen zusammenbringt. Das konnte man schon am Samstag erleben, da die Kita Kastanienlaube Ripsdorf zugleich ihr 30jähriges Jubiläum feierte.
Trotz des Regens waren sehr viele Menschen zur Eröffnung gekommen und nicht zuletzt das bunte Programm des Kindergartens und diverser Vereine veranlassten sie den Nachmittag über zu bleiben. Das Eröffnungsfest wurde von der Kita Ripsdorf und dem Eifelverein vollständig in Eigenregie organisiert.
Der Wunsch nach einem Generationengarten bestand in der Dorfgemeinschaft bereits seit längerer Zeit. Initiiert wurde das Projekt von Ortsvorsteher Rudolf Huth und Mathias Schoenen.
Entstanden ist innerhalb von zwei Jahren mit Hilfe der beauftragten Firma Walter Schmitz auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern ein vielseitig nutzbarer Garten, der Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben fördern soll. Die fachliche Grundlage für die Planung lieferte die Bachelorarbeit der Landschaftsarchitekturstudentin Marina Knoll. Zu den besonderen Elementen gehören Calisthenics-Geräte, Sitzgruppen, Liegen, ein Barfußpfad, ein Atrium, Hochbeete, ein Wasserspielgerät sowie ein eigens für die Kita errichtetes Spielhaus. Der angrenzende Kindergarten wird den Garten künftig aktiv in seine pädagogische Arbeit einbeziehen, während die Hochbeete Raum für gemeinschaftliche Gartenaktionen bieten. Besonders wichtig ist dabei die Idee des voneinander Lernens und des gemeinsamen Austauschs.
Die Gemeinde Blankenheim unterstützt Projekte dieser Art sehr gerne, wenn sie aus den Dorfgemeinschaften heraus entstehen und gleichzeitig wichtige Zukunftsthemen wie Natur- und Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die Gesamtinvestition beläuft sich aktuell auf rund 300.000 Euro und liegt damit weit unter den Kostenschätzungen. Für das Projekt wurde eine Förderung von 80 % im Rahmen des KfW-Programms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ genutzt.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde zudem der „Prof. Dr. W. Schumacher-Garten“ gewidmet. Damit erinnert Ripsdorf an einen außergewöhnlichen Naturschützer und Wissenschaftler, der sich über Jahrzehnte hinweg für die Eifel und ihre Menschen eingesetzt hat.
„Sein Wirken erinnert daran, wie wichtig es ist, Menschen für anspruchsvolle Themen zu begeistern und Veränderungen gemeinsam zu gestalten. Dabei verstand er es wie kaum ein anderer, sein Gegenüber ernst zu nehmen und Brücken zwischen unterschiedlichen Interessen zu bauen“, würdigte auch die Bürgermeisterin ihn in ihrer Rede.
Mit dem Generationengarten, dem Jubiläum der Kita und der Erinnerung an Wolfgang Schumacher stand die Veranstaltung ganz im Zeichen dessen, was eine lebendige Dorfgemeinschaft ausmacht: Zusammenhalt, Zukunftsorientierung und die Bereitschaft, Verantwortung für Natur, Umwelt und das Miteinander zu übernehmen.
„Gesicht des Ehrenamts“ ausgezeichnet – Mathias Schoenen
Darum war es auch die passende Veranstaltung, um Mathias Schoenen als „Gesicht des Ehrenamtes“ auszuzeichnen, was Landrat Markus Ramers gerne übernahm. Herr Schoenen ist nicht nur Mitinitiator der Idee des Generationengartens, er war auch viele Jahre politisch aktiv.
Eigentlich kann man Mathias Schoenen so gut wie überall im Dorf begegnen: als Organisator der Kinderkirmes, im Karneval als Wagenengel, -bauer oder Büttenredner, beim Eifelverein, als Hobbyimker, als Initiator des Wochenmarktes, im Vereinskartell, bei Müllsammelaktionen und vielem mehr.
„Er ist nicht nur Ideengeber, sondern vor allem Macher. Wenn Unterstützung gebraucht wird, ist er meist einer der Ersten vor Ort. Viele Projekte im Dorf tragen seine Handschrift. Er ist Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement für eine Dorfgemeinschaft leisten kann. Herzlichen Dank für Ihren langjährigen Einsatz für Ripsdorf und die Gemeinde Blankenheim“, würdigte auch die Bürgermeisterin Jennifer Meuren sein Engagement und bat Herrn Schoenen, sich im Goldenen Buch des Ehrenamtes der Gemeinde einzutragen.