Gemeinde Blankenheim

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Stallungen

Das über 400 Quadratmeter große Wirtschaftsgebäude im Norden des Blankenheimer Gutshofes ist nie systematisch ausgegraben worden. Möglicherweise befanden sich hier die Stallungen, wie sie zu jeder villa rustica gehörten und die in der Regel - aufgrund der Geruchs- und Lärmbelästigung - möglichst weit entfernt vom Wohnhaus des Besitzers oder Pächters platziert waren. Gerade auf den eher schlechten Böden der Nordeifel wurde in römischer Zeit Viehzucht betrieben. Dafür musste der Gutshof über geräumige Stallungen verfügen. Neben Rindern, Schweinen und Schafen wurden gelegentlich auch Ziegen gehalten. Die Tiere lieferten Frischfleisch und deckten auch den Bedarf der Bewohner an Milch. Überschüsse, die nicht auf dem Hof selbst konsumiert wurden, gelangten in den nächstgelegenen Marktorten in den Handel. Für die Viehhaltung bedurfte es ausgedehnter Weideflächen und geräumiger Scheunen für die Lagerung von Heu in den Wintermonaten. Mit dem Dung aus den Stallungen wurden die Felder und die Obst- und Gemüsegärten gedüngt. Ochsen auf einem Relief im Rotenbachtal (Schwäbisch Gmünd). Auch die Transport-, Zug- und Lasttiere wie Ochsen, Pferde, Esel und Maultiere waren in den Stallungen untergebracht. Sie zogen Karren, Last- und Reisewagen, aber auch Pflüge, Eggen und Mähmaschinen. Untergestellt waren die Ackergeräte und Fuhrwerke in der Regel in Remisen. In Blankenheim befand sich eine solche Remise vermutlich dem Stall gegenüber an der Südostecke des Wirtschaftshofes.

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