Gemeinde Blankenheim

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Scheune

Die Mauern des zwischen Heiligtum und Remise gelegenen Wirtschaftsgebäudes wurden 1930 bei den Ausgrabungen durch Franz Oelmann freigelegt. Der etwa 20 x 10 Meter große Bau war in drei Räume unterteilt. Wegen der Steinpackungen mit aufliegender Tenne im Inneren interpretierte der Ausgräber den Befund als Scheune. Die Außenmauern des Gebäudes sind noch heute bis zu einem Meter tief im Boden erhalten. Auch außerhalb des Gebäudes konnten bei jüngst durch das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland durchgeführten Nachgrabungen Steinpackungen nachgewiesen werden, die darauf schließen lassen, dass auch die Fläche vor der Scheune mit einer Pflasterung versehen war. Vermutlich diente diese Stelle als Dreschplatz. Die meisten römischen Gutshöfe im Rheinland bauten Getreide an, hauptsächlich Weizenarten wie Dinkel, Einkorn oder Emmer. Aber auch andere Getreidearten wie Gerste, Roggen, Hafer und verschiedene Hirsen konnten bei Ausgrabungen nachgewiesen werden. Die von den Römern bevorzugten Sorten Dinkel und Nacktweizen waren von der vorrömischen Bevölkerung nicht angebaut worden und mussten zunächst importiert werden. Das geerntete Getreide wurde gedroschen und – nachdem die Körner durch Worfeln oder Darren von der Spreu und den Spelzen getrennt worden waren – entweder eingelagert oder direkt zu Mehl verarbeitet. Auch das in den Wintermonaten für die Viehversorgung benötigte Heu konnte in der Scheune eingelagert werden.

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