Gemeinde Blankenheim

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Heiligtum

Wenige Meter neben dem Wohngebäude des Besitzers oder Pächters der Villa wurde bei den Ausgrabungen ein Grundriss freigelegt, bei dem es sich eindeutig um ein Heiligtum handelt. Ein rechteckiges, zentrales Gebäude mit nur einem Raum (cella), das vermutlich turmartig erhöht war, wurde von einer Umfassungsmauer umschlossen, möglicherweise verlief hier eine nach allen Seiten offene Galerie. Mit nur wenigen Schritten konnte der Gutsbesitzer vom Hauptgebäude den kleinen Tempel erreichen. Hinweise auf Götterverehrung finden sich bei Ausgrabungen römischer Gutshöfe immer wieder. Häufig ist die Verehrung der höchsten römischen Gottheit durch Funde sogenannter Jupitersäulen belegt. Private Tempel sind dagegen seltener nachgewiesen. Welcher Gottheit das Blankenheimer Heiligtum geweiht war, ist nicht bekannt. Hinweise – wie etwa eine Weihinschrift – auf bestimmte Götter wurden nicht gefunden. Anderswo verehrten die römischen Bürger neben Jupiter nachweislich auch Juno, Venus, Apollo oder Sirona. Errichtet auf der höchsten Stelle des Villengeländes repräsentierte das Heiligtum weithin sichtbar nicht nur die Religiosität, sondern auch den Wohlstand des Stifters.

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