Gemeinde Blankenheim

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Die Römervilla

Die Villa von Blankenheim zählt zu den bedeutendsten Bodendenkmälern des Rheinlands aus römischer Zeit. Sie war einst ein großer Gutshof (villa rustica) mit einem luxuriös ausgestatteten Hauptgebäude sowie Stallungen, Scheunen, Remisen und Gesindeunterkünften, die sich um einen geräumigen Wirtschaftshof gruppierten. Erste archäologische Untersuchungen fanden bereits 1894 statt. Man beschloss, die außergewöhnlich gut erhaltenen Mauern des Hauptgebäudes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das antike Mauerwerk verwitterte und verfiel jedoch sehr bald. Die Ausgrabungen des Jahres 1914 galten den älteren Bauphasen. Die Ende des 19. Jahrhunderts freigelegten Gebäudemauern sind teilweise heute noch im Boden vorhanden. Der Wirtschaftshof und die Nebengebäude wurden bis 1931 in mehreren Grabungskampagnen archäologisch untersucht. Der Gutshof wies mit einer Fläche von rund 250 x 120 Metern die beachtliche Größe von drei Hektar auf. Er wurde Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts durchgehend bewirtschaftet. Das talseitig von einem breiten Säulengang (porticus) bestimmte Hauptgebäude, das Wohnhaus des Eigentümers oder Pächters, machte selbst aus der Ferne einen monumentalen Eindruck. Die insgesamt sechs Nebengebäude am Rande des Wirtschaftshofes davor waren axialsymmetrisch angeordnet. Es spricht einiges dafür, dass der offensichtliche Wohlstandes Villenbesitzers auch auf Einkünften aus Nebenerwerben, wie dem Betrieb von Steinbrüchen und Abbau von Erzlagerstätte in der unmittelbaren Nähe, basierte. Die Römervilla von Blankenheim ist das einzige bisher bekannte Beispiel einer repräsentativen Axialvilla im Rheinland.

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