Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

zum Inhalt | zu den Tags | zur Suche | zur Navigation | zur Metanavigation |
Seitenanfang
Impression aus der Gemeinde Blankenheim
Impression aus der Gemeinde Blankenheim
Impression aus der Gemeinde Blankenheim

Einen Job bei der Gemeinde Blankenheim?

Leitbild Blankenheim 2025

Dollendorf

455 m, 774 E.) Der Ortsteil befindet sich in der Kalkeifel, der sogenannten „Dollendorfer Kalkmulde“. 2 km entfernt liegt der Ortsteil Schlossthal mit der Burgruine Dollendorf. Unweit der Burgruine befindet sich ein Jugenzeltplatz, der über das Bürgerbüro der Gemeinde Blankenheim gemietet werden kann. (Tel: 02449/87222) Im Nordwesten der Gemarkung dehnt sich ein großer Teil des Wachholder- Naturschutzgebietes Lampertstal aus.

Durch zahlreiche Funde bewiesen, muss Dollendorf der Mittelpunkt einer großen römischen Siedlung gewesen sein, denn an der Stelle der heutigen Antoniuskapelle soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben.
Nachdem die Römer im 5. Jh. von den Franken verdrängt worden waren, war Dollendorf ein Allod eines fränkischen Großen. Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm wurde wurde schon 893 ein Edelherr – „vir nobilis de dollendorpt“ – genannt. Die „Vita Annonis“ nennt 1077 einen Arnold de dollendorpht. Der erste Castrum-Beleg stammt ebenfalls aus dem Jahr 1077.

Die nächsten Herrschere sind Gumperus de Tollendorf, Adolf von Dollendorf und Gerlach der I., der neben Dollendorf auch schon die Herrschaft Kronenburg besaß. Gerlach der II. (1268 – 1297) erscheint in über 50 Urkunden. In den Auseinandersetzungen zwischen Kurköln und Luxemburg Schaukelpolitik, für die natürlich auch für die Bevölkerung Repressalien folgten. Zur gleichen Zeit wurde der Einfluss Blankenheims durch verwandtschaftliche Beziehungen zu Luxemburg im oberen Ahrtal immer stärker. Die Dollendorfer verschuldeten sich immer mehr, und Besitz um Besitz musste verpfändet werden. Im 15. Jh. starb die männliche Linie der Dollendorfer aus, worauf sich mehrere Herrscher und Herren das unglückliche Erbe teilten. 1742 fand der „Dollendorfer Krieg“ zwischen den Grafen von Salm – Dyck und von Blankenheim, der als Sieger aus der Schlacht hervorging, statt. Seitdem gehört Dollendorf endgültig zu Blankenheim. In der französischen Zeit war Dollendorf eime Mairie im Canton Blankenheim.

Die Burgruine Dollendorf in Schlossthal (1077) ist einen Ausflug wert, deutet sie doch noch heute auf die ehemals mächtige Burganlage hin, die den Herren von Dolledorf im Mittelalter Schutz und Wohnraum bot. Zu ihr führt ein alter Kreuzweg, auf Höhe dessen halber Strecke die Antoniuskapelle (s.o.) in deren Bereich einstmals ein römischer Marstempel gestanden haben soll. Jährlich am Karfreitag führen Kreuzwegsprozessionen zu den Stationen, der Antoniuskapelle und dem Endpunkt des Kreuzweges, den das sogenannte „Hohe Kreuz“ kurz vor der Ruine bildet.

Der zweijährlich stattfindende, historische Erntedankzug im Herbst zieht Menschenmassen aus allen Regionen an.

Mehr aktuelle und interessante Informationen rund um Dollendorf finden Sie unter:
www.unser-dollendorf.de

Ortsvorsteher:
Christian Koch
Dollendorf, Antoniusstraße 29
Telefon: 02697/7133